Freitag 16.11.2018

Unser Tag startete wie üblich um 6 Uhr mit dem Frühstück, wir versuchten gemeinsame kleine Pausen einzulegen, aber das war immer von den Arbeiten abhängig, Beton kann man ja nicht einfach eine halbe Stunde stehen lassen und Berti und Anka wollten nicht aus ihrem Arbeitsflow gerissen werden. Das Mittagessen wurde täglich von der Frau des Pastors und einer Helferin frisch zubereitet, worüber wir sehr dankbar waren. Auch für das Abendessen haben die beiden gesorgt. An vielen Tagen haben die Mädels mit den Kindern gespielt, wenn diese ihre Hausaufgaben erledigt hatten.

Das Interview-Team nutzte die Zeit wo die Kinder in der Schule waren um den Garten für die Kinder vorzubereiten. Der Boden wurde umgegraben und gehakt. Als die Kinder von der Schule kamen wurden dann weiter Interviews geführt und im Anschluss gab es Springseilspringen mit den Kindern.

Weil wir auf das Material für die Betten warten mussten galt dieser Tag der Produktion der Schränke. Vielen Hände fassten mit an um die Schränke zusammen zu bauen. Berti und Anka lieferten alle benötigten Bauteile und schoben ein kurzes Fußball spiel mit den Kindern am nachmittag ein. Bis zum Essen konnten fast alle Schränke fertig gestellt werden. Aber aufgrund Schraubenmangels konnten die Rückwände nicht montiert werden. In Haiti ist es nicht so einfach Baumaterialien in der benötigten Anzahl und Größe zu bekommen. Damit wir in unserer Küche endlich vernünftige Aufbewahrungsflächen schaffen konnten bauten Berti und Anka zwei Regalböden, die erst mal provisorisch angebracht wurden. Wieder mal fehlten die passenden Schrauben.

Das Elektrik-Team machte sich daran die Elektrik in den Häusern zu reparieren. Die defekten Fassungen und Leuchtmittel in den Gemeinschaftsräumen und unserer Unterkunft wurden gegen Magic Lampen ausgetauscht. Magic Lampen haben einen integrierten Akku, der sich während des Betriebs auflädt und dann weiter leuchtet wenn der Generator ausgeschaltet ist. Da die Generatoren oft nicht funktionieren oder das Benzin leer ist, sind die Magic Lampen vor allem für die Kinder, eine gute Lösung.

Das Sanitär- und Maurerteam bereitete das Generator Häuschen weiter vor, sie legten die Steine für den Fußboden und fingen an den Platz für die „Waschmaschine“ vorzubereiten. Die Kinder und die Waschfrau gingen bisher mit der gesamten Wäsche über das Gelände, bergauf, zu dem Brunnen um dort die Wäsche zu waschen. In Trögen auf dem Bodensitzend in mehreren Waschgängen ist das natürlich körperlich sehr anstrengend. Im Anschluss brachten sie die gesamte Wäsche nass zurück zu den Häusern um sie auf den Kakteen aufzuhängen. Die Wäsche leidet sehr darunter, wenn sie immer auf den Kakteen hängt, deshalb entschieden wir einen weiteren Wäscheleinenplatz zu bauen.

Übernommen aus dem nichtegal.blogspot.com post.

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