Nächste Station – Mutungo (27.05.2017)

Heute fuhren wir in den Stadtteil Mutungo.
Diese Gemeinde ist erst nach unseren ersten Ugandaeinsätzen gegründet worden und so gewachsen, dass sie neuerdings mit zwei Gottesdiensten ungefähr 200 Personen zählen. 80 SchülerInnen besuchen die Pre- und Primary School (Kindergarten/Grundschule). Zwei Klassen werden in Containern unterrichtet! Dort konnten wir mit unseren Projektgeldern eine Erweiterung der Klassenräume schaffen.

Ein kleiner Spaziergang führte uns zum neuen TAPP-Gelände mit einer Ausbildungsstätte für 30 Schneiderinnen mit 10 Nähmaschinen. In einem zweiten Raum ist das neuste TAPP Projekt entstanden in den letzten Monaten:  10 junge Männer sowie 20 Frauen werden im Leder- & Schusterhandwerk mit einer Nähmaschine ausgebildet. Eine echte Ledernähmaschine für 200 Euro sowie eine Schneidemaschine (120) sind hier unsrer Meinung nach absolut notwendig um diese neuste Blüte der Arbeit in Mutungo voranzubringen. Wäre ein Spender unter unseren Lesern in Deutschland dazu bereit?!

 
 
Für frischen Umsatz haben einige aus unserer Gruppe gesorgt mit maßgeschneiderten Schuhen und etliche Hemdaufträgen.
Olli, Elias & Christian sorgten mit Pinsel und Farbe zumindest schon mal für eine vorrübergehende Verschönerung einiger Klassenräume.

Mit der räumlichen Erweiterung konnte heute begonnen werden. Ebenfalls auf dem TAPP-Grundstück sind sechs Wohnungen für Großmütter, deren Kinder an AIDS gestorben sind und die dort mit ihren Enkelkindern leben. Die Gemeinschaftsduschen wurden erweitert; dort durften unsere BauarbeiterInnen (Anka, Nico, Harry & Daniel), natürlich mit einheimischer Unterstützung, zur Vollendung beitragen!

 
 
Jannice, Gerhard & Friedbert besuchten vier TAPP-Familien und fünf Großmütter (eigentlich waren zwei geplant, aber es erwarteten uns auf einmal mehr).

Als erstes besuchten wir Betty: außer einer Tochter sind all ihre Kinder gestorben,  ebenso ihr Ehemann. Mit Wäsche waschen versucht sie ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Der zweite Besuch führte uns zu einem AIDS-kranken Mann, der in einer erbärmlichen Hütte aus Blech & Pappe, direkt hinter einem Müllplatz lebt. Seine Frau verließ ihn mit zwei seiner Kinder aufs Land, die anderen zwei blieben bei ihm. Er wurde überfallen, zusammengeschlagen und sein Motorradtaxi gestohlen. Seit dem hat er eine Halbseitenlähmung, seine 11 & 9 Jahre alten Kinder kümmern sich um ihn…
Zwei AIDS-kranken Schwestern galt ein weiterer Besuch, einer der Männer lebte mit ihnen und ihren sieben Kindern in einer kleinen Einzimmerwohnung. Das jüngste Kind, noch ein Baby, schlief allein im Haus, eine Kerze brannte und löste einen Wohnungsbrand aus. Dabei erlitt es furchtbare Verbrennungen an den Beinen. Der eine Fuß ist nur noch ein Stumpf und in den Kniekehlen ist die Haut so zusammengewachsen, dass es nicht laufen lernen kann, es sei denn es wird operiert.

Zuletzt besuchten wir die Großmütter mit ihren Enkelkindern, weil deren Eltern an AIDS gestorben sind. Sie waren so dankbar für die Geschenke: Nahrungsmittel, Schmuck, Kuscheltiere und Kleidung für die Enkel. Eine Taschenlampe war besonders begehrt und Gerhard ließ sie dafür Lose ziehen.

Bevor wir in unser Quartier fuhren übergaben wir der Ausbildungsleiterin etliche Stoffe, 10kg Reisverschlüsse & diverse Nähutensilien…
Kurz nach dem Abendbrot trafen unsere Safarireisenden wieder in Kampala ein, mit vielen überwältigenden Erlebnissen und Eindrücken! Was für eine Welt in die Gott uns gestellt hat!

Einen gesegneten Sonntag wünscht Euch Friedbert

Übernommen aus dem nichtegal.blogspot.com post.

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