Der Wert einer Patenschaft

indisches-mädchenDer Bundesstaat Odisha gehört zu den ärmsten Gebieten Indiens. Sabitris Eltern waren leprakrank, wurden aber geheilt. Sabitri blieb gesund. Die Eltern hatten keine Arbeitsmöglichkeit und versuchten durch Betteln zu überleben. Sie schafften es nicht, auch nur eine ordentliche Mahlzeit am Tag zu besorgen. Da die Familie keinerlei finanzielle Mittel hatte, konnte Sabitri nicht richtig ernährt, medizinisch versorgt oder zur Schule geschickt werden. Sie hätte ebenfalls auf der Straße betteln müssen.

Durch ihre Patin konnte das Mädchen die Schule besuchen und nach Abschluss der 12. Klasse (vergleichbar mit unserem Abitur) ein Lehramtsstudium beginnen. In diesem Frühling hat sie das Studium erfolgreich abgeschlossen und auch schon eine Stelle als Lehrerin an einer Schule gefunden. Hier kann sie ihre erworbenen Kenntnisse einsetzen und ihren Lebensunterhalt verdienen.

Wir freuen uns über die gute Entwicklung der jungen Frau, die aus sehr elenden Verhältnissen zu uns kam. Sabitri schreibt in ihrem Abschiedsbrief an die Patin: “Ich bin Ihnen so dankbar für die vielen Jahre der Unterstützung … Ohne Ihre Hilfe hätte ich das nicht erreicht.” Sabitri konnte gut versorgt aufwachsen und hat einen Bildungsstand erreicht, der nicht vielen Frauen ihrer gesellschaftlichen Schicht zuteil wird. Es ist nicht selbstverständlich in einer Region, in der es sehr viele Analphabeten gibt und Kinder aus Leprafamilien nach wie vor benachteiligt sind.   

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