Simbabwe – täglich sterben Menschen in einer stillen Katastrophe

Bereits im August 2008 wurden die ersten Cholera-Fälle in Simbabwe gemeldet. Mittlerweile ist daraus eine landesweit grassierende Epidemie entstanden. Von den Medien kaum noch beachtet sterben die Menschen in den Städten und Dörfern Simbabwes einen einsamen Tod. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete Anfang März 4.000 Cholera-Opfer und mehr als 89.000 Cholera-Erkrankte. Die Krankenhäuser sind nicht mehr in der Lage, das hohe Patientenaufkommen zu bewältigen. Eine Verbesserung ist kaum in Sicht. Mangelhafte Trinkwasser-Versorgung, verseuchtes Grundwasser durch ein marodes Abwassersystem und von Hunger geschwächte Körper bieten der Cholera einen idealen Brutplatz. Mittlerweile hat die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Land tragische Formen angenommen. Grundnahrungsmittel (Mehl, Öl, Zucker, Salz, Brot, Fleisch…) sind nur noch zu Schwarzmarktpreisen erhältlich. Der Handel mit geschmuggelten Lebensmitteln nimmt dramatische Formen an. Das Kinderhilfswerk Global-Care unterhält seit Jahren von Sambia aus gute Kontakte nach Simbabwe. Dorfälteste aus dem grenznahen Gebiet haben sich nun mit einem Hilferuf an unseren Missionar und Projektleiter Stanley Hoffman gewandt: „Bitte helft uns! In unseren Dörfern hungern die Menschen. Es fehlen Nahrungsmittel und Trinkwasser. Bitte lasst uns nicht allein!“ Etwa 65 km südlich der Grenzstadt Victoria Falls befinden sich die Dörfer mit 1.000 Haushalten. Für die Versorgung einer Familie mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln werden 25 EUR pro Woche benötigt. Aus dem Nothilfefonds haben wir einen ersten Betrag zur Verfügung gestellt, aber weitere Mittel sind dringend notwendig. Bitte helfen Sie den Menschen in Simbabwe!

Hindergrund: Cholera ist eine durch Bakterien (Vibrio cholerae) verursachte Erkrankung. Die Erreger gelangen mit den menschlichen Ausscheidungen in die Abwässer und von dort ins Trinkwasser und in bestimmte Lebensmittel. Etwa jeder 5. Infizierte erkrankt, besonders anfällig sind unterernährte Personen. Alle Infizierten, auch die Nichterkrankten, scheiden den Erreger aber aus und können somit die Ausbreitung der Erkrankung fördern. Cholera tritt dort auf, wo es mangelnde Hygiene, Armut, Hunger oder Krieg gibt.

Spendenmöglichkeit unfd Infos bei: www.kinderhilfswerk.de

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